Beherrschender Mittelpunkt des Kirchenraumes ist der Altar mit dem darauf bezogenen großformatigen Altarbild "Kreuztrilogie Rosenkranz" von Gerd Winner aus dem Jahre 1987.
Das Altarbild besteht aus 3 Elementen: einer freistehenden Mittelsäule und zwei Seitenteilen, die rechts und links der Mittelsäule freischwebend an der Wand aufgehängt sind, so daß sich die Form des Kreuzes ergibt.
Jedes dieser 3 Elemente ist von seiner Grundfläche ein gleichseitiges Dreieck, so daß sich je drei 'dreieckige Säulen' ergeben. Alle drei Säulen sind drehbar. Dadurch ist es möglich, das Altarbild in je drei Versionen mit 3 unterschiedlichen Schauseiten im Laufe des Kirchenjahres alsTriologie zu verändern.
Jede Schauseite setzt sich zusammen aus 9 Bildtafeln im Format von jeweils 1,25m x 2,25m. So ergibt sich für das Altarbild in seinen drei Schauseiten eine Gesamtzahl von 27 Bildtafeln. Zusammen mit dem Sockel ist das Bild ca. 7,15 m hoch und ca. 7m breit. Altar und Altarbild finden ihre formale Zuordnung dadurch, daß die Bildtafeln das Format des Altarsteins (1,25m x 2,25m) aufnehmen.
Inhaltlich ist das Altarbild (Kreuztrilogie Rosenkranz) auf die Tradition des Dominikanerordens bezogen. Der Rosenkranz ist eine seit dem 14. Jahrhundert von den Dominikanern praktizierte und stark verbreitete Gebetsform, die die Glaubensgeheimnisse der Menschwerdung (Incarnatio), des Leidens und Sterbens (Passio) sowie der Auferstehung und Verherrlichung (Glorificatio) Jesu meditativ-wiederholend betrachtet, verbunden mit der Anrufung Marias als dem Prototyp des glaubenden Menschen und dem Urbild der Kirche.
Die 3 Elemente des Rosenkranzes geben die Form des Altarbildes als Trilogie vor. Zu festen Zeiten im Laufe des Kirchenjahres werden nach der Tradition mittelalterlicher Klappaltäre die Schauseiten gewechselt.