Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt

In unserer Kirchengemeinde gibt es verschiedene Kinder- und Jugendgruppen, einen Kindergarten sowie Familiengottesdienste und andere Aktivitäten — das Wohl der Kinder und Jugendlichen vor körperlicher, sexualisierter und seelischer Gewalt ist uns daher ein großes Anliegen.

Zur Prävention sexualisierter Gewalt wurde 2013 für das Bistum Hildesheim eine Präventionsordnung erlassen. Danach ist jede Gemeinde verpflichtet, ein institutionelles Schutzkonzept zu erstellen.

Arbeitskreis Prävention

2016 haben wir einen Arbeitskreis aus mehreren interessierten ehrenamtlichen Mitarbeitern gebildet und uns mehrfach im Jahr getroffen. Dr. Christine Moß wurde als Präventionsfachkraft benannt und nahm an einer Ausbildung in Hildesheim teil.

Risikoanalyse

Im Arbeitskreis wurde ein Fragebogen erstellt, um aus Sicht eines potentiellen Täters zu untersuchen, welche örtlichen Gegebenheiten oder Umstände günstig sind. Dabei ging es nicht um einen Generalverdacht, sondern um eine Hilfe zum Schutz der LeiterInnen und der Kinder. Der Fragebogen wurde von Vertretern der einzelnen Gruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, beantwortet. Die Ergebnisse wurden vom Arbeitskreis ausgewertet und zusammengefasst.

Verhaltenskodex

Anschließend wurden Verhaltensregeln für den Umgang mit Minderjährigen festgelegt. Auch Nähe und Distanz werden dabei geregelt.

Alle haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die in unserer Gemeinde in der Kinder- und Jugendarbeit mitarbeiten, verpflichteten sich per Unterschrift, nach diesem Konzept zu handeln.

Wenn es das Aufgabengebiet der Ehrenamtlichen erfordert, gehört auch – wie vom Bistum vorgegeben – die Teilnahme an einer Präventionsschulung und das Erbringen eines erweiterten Führungszeugnisses dazu. Mindestens aber das Unterschreiben einer Selbstauskunftserklärung.

Wer den Kodex nicht unterschreiben möchte, darf nicht in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde tätig werden.

Die Kinderrechte sind zu beachten und werden in der Gemeinde ausgehängt.

Qualitätsmanagement

Da die Teilnehmenden in der Kinder- und Jugendarbeit mit der Zeit wechseln, trifft sich der Arbeitskreis jährlich im Herbst und überprüft, ob die getroffenen Maßnahmen noch greifen. Es findet eine jährliche Unterweisung der Ehrenamtlichen zu den Inhalten des Verhaltenskodex statt.

Über die Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit wird eine Liste geführt. Darin enthalten sind Angaben zu Präventionsschulungen bzw. deren Auffrischung sowie Selbstauskunftserklärungen und das Datum der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis.

Beschwerdemöglichkeiten in unserer Gemeinde

Die Risikoanalyse hat ergeben, dass sich die Kinder und Jugendlichen bei Problemen an Pater Fritz oder ihre Gruppenleiter wenden. Die Präventionsfachkraft ist ebenfalls bekannt.

Ansprechpartner in unserer Gemeinde

Präventionsfachkraft

Dr. Christine Moß
Alerdsweg 27, 38118 Braunschweig
Tel.: 0175 / 451 39 29
E-Mail: moss.christine|at|gmx.de

Leiter der Seelsorge

Pater Fritz Wieghaus OP
Brucknerstr. 6, 38106 Braunschweig
Tel.: 0531 / 36 25 00 16
E-Mail: fritz.wieghaus|at|googlemail.com

 

Ansprechpartnerin und Ansprechpartner im Bistum

Bei Verdachtsfällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche, Ordensangehörige und andere MitarbeiterInnen im Bistum Hildesheim

Dr. Angelika Kramer
Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie

in den Räumen des Beraterstabs:
Domhof 10-11, 31134 Hildesheim
Tel.: 05121 / 355 67 oder 0162 / 963 33 91
E-Mail: dr.a.kramer|at|web.de

Michaela Siano
Diplom-Psychologin

Kirchstr. 2, 38350 Helmstedt
Tel.:  05351 / 42 43 98
E-Mail: rueckenwind-he|at|t-online.de

 

weitere Ansprechpartner unter:
https://www.praevention.bistumhildesheim.de/helfen/beratung-bei-missbrauch/

In Kraft gesetzt: 01.12.2019