Lesung: Bartolomé de Las Casas

„Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder”

"Sind sie denn keine Menschen?" - Diese Anklage durchzieht das Leben und das bekannteste Werk des Dominikaners Bartolomé de las Casas (+1566), den "Kurzgefaßten Bericht über die Verwüstung der Westindischen Länder".

Bartolomé de las Casas (1484 -1566) kam 1502 mit Kolumbus als Eroberer in die Neue Welt. Betroffen von den Gräueln der Conquista wandelte er sich vom Großgrundbesitzer und Sklavenhalter zum entschiedenen Verfechter der Rechte der Indios - als Dominikaner und späterer Bischof von Chiapas (Mexico) - in der Neuen Welt, am spanischen Hof und beim Papst in Rom. In seinen zahllosen Schriften findet sich das erste Mal das Wort ‚Menschenrechte‘. Für die Rechte der Indios hat er 50 Jahre lang aus tiefer religiöser Überzeugung unerschrocken gestritten. „Ich lasse in Westindien Jesus Christus, unseren Gott, zurück, geschlagen, gequält und gekreuzigt, und zwar nicht einmal, sondern tausendfach.“
Hans Magnus Enzensberger schrieb über Las Casas: Was zur Verhandlung steht, das ist ein Völkermord begangen an 20 Millionen Menschen.

 

Es liest:
Bernd Reheuser, Schauspieler aus Köln

Erläuternde Texte:
P. Hans-Albert Gunk OP

Die Lesung findet statt im Großen Saal der Pfarrgemeinde

Sonntag, 20. November 2016 - 19:00